Einleitung

Die Endometriose ist eine chronische Frauenkrankheit. Sie beeinträchtigt teils das körperliche Wohlbefinden und kann eine Partnerschaft empfindlich belasten.
Ca.  10–15% der Frauen im gebärfähigen Alter und knapp 50% der Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch sind davon betroffen.

Endometriose kann sich mit unterschiedlichen Symptomen manifestieren.
Das vielfältige Erscheinungsbild ist mitverantwortlich für die oftmals erst nach Jahren detektierte Endometriose. Eine korrekte Diagnose ist jedoch Voraussetzung für eine erfolgreiche und zielführende Behandlung.

Epidemiologie

Endometriose ist ein häufiges Krankheitsbild, und die Zahl der betroffenen Frauen nimmt zu. Weltweit leiden schätzungsweise 90 Millionen Frauen an einer Endometriose.In bis zu 20 % aller Laparoskopien (= Bauchspiegelungen) kann eine Endometriose nachgewiesen werden. Bei den Laparoskopien welche wegen Unterbauchschmerzen durchgeführt werden,  handelt es sich in 25–30 % um Endometriosefälle.

Bei Laparoskopien welche wegen Infertilität durchgeführt wurden, steigt die Anzahl Endometriosefälle sogar auf 30–50 %. D.h., dass in fast der Hälfte der Fälle von Kinderlosigkeit eine Endometriose die Ursache ist.

Ursachen

Die Endometriose entsteht wahrscheinlich durch retrograde Menstruation. Während der Periode fliesst ein Teil des Menstruationsblutes über die Eileiter zurück (=retrograd) in den Bauchraum. Dieses Blut enthält lebensfähige Gebärmutterschleimhaut-Zellen (Endometrium), welche am Bauchfell haften und dort anfangen zu wachsen. Bei  jeder Frau gelangt ein wenig Blut während der Periode in den Bauchraum. Warum 10-20% aller Frauen eine Endometriose entwickeln, ist noch nicht klar und Gegenstand intensiver Forschung. Mittlerweile sind einige Gewebehormone bekannt, welche die Entstehung einer Endometriose mitbeeinflussen